Eine Einleitung

Mich treibt eine Frage um. Warum geht es so vielen Menschen schlecht? Warum müssen Menschen hungern und an heilbaren Krankheiten sterben, wenn es doch sowohl das Wissen als auch die Mittel gibt, dies nicht geschehen zu lassen. Und überhaupt: Verhungern? Was ist das? Ich kann mir darunter nichts vorstellen und schätze mich glücklich darüber.

Oft esse ich ohne Hunger zu haben, einfach nur, weil es Zeit für eine bestimmte Mahlzeit ist. Dabei bin ich auch noch wählerisch. Wenn ich schon was essen muss, soll es wenigstens schmecken und gesund sein. Das Gefühl des Verhungerns ist mir so fern wie dem Hering das Gefühl, die dominante Spezies auf diesem Planeten zu werden.

Aber bei dem Gedanken, dass andere Menschen tatsächlich unter anderem noch daran sterben, zu wenig zu essen zu haben, kommt mir meine eigene Entfremdung davon so falsch vor. Nicht, weil ich diese Erfahrung misse, sondern weil mir dadurch die gigantische Diskrepanz zwischen den Welten der Hungernden und meiner Welt klar wird. Es fühlt sich falsch an, heuchlerisch. Die Welt wird immer kleiner, die Menschheit rückt unweigerlich immer näher zueinander. Noch immer aber scheint eine immer kleiner werdende Welt aus verschiedenen Planeten zu bestehen. Warum ist das so?

Ich stelle mir diese Frage schon sehr lange und bin mit den allgemein diskutierten Lösungsansätzen nicht zufrieden. In der Debatte geht es um viele Dinge. Unter anderem um zwar durchaus gerechtfertigte Schuldzuweisungen. Doch oft sind die Ansätze zu einseitig und auf bestimmte Lebensentwürfe zurechtgeschnitten. Wir neigen dazu, die Schuldfrage so zu stellen und zu beantworten, dass Lösungen eigentlich immer nur in den Händen anderer liegen.

Eine Unendlichkeit an Schwierigkeiten und viele Berge gilt es zu überwinden. Dabei sind Ansätze zur Lösung weniger komplex, als es den Anschein hat. Schwierig ist es trotzdem. Schließlich benötigt es für radikale Änderungen, nichts anderes braucht es, immer auch radikale Maßnahmen. Es geht dabei nicht in erster Linie darum, die Welt zu verändern, es geht in meinem Gedankenspiel um die einzelne Person.

Die Fähigkeit sich selbst zu verstehen und ehrlich zu sich selbst zu sein, ist die zentrale Herausforderung in meinem Versuch die Welt radikal zu verbessern. Das Individuum ist der Schlüssel zu einer besseren Welt.

Das war eine Einleitung zu einer meiner zentralen Gedanken. Mehr zu einem späteren Zeitpunkt.

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Ein Kommentar

  1. A. Kruse · Mai 1

    Sie sprechen mir, wie so oft, aus der Seele!

    Gefällt 1 Person

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