Ein neuer Freund

Ich habe einen neuen Freund. Er spricht wenig mit mir, ich dafür umso mehr mit ihm. Dennoch herrscht diesbezüglich kein Ungleichgewicht. Wir beide empfinden das gleichsam als richtig so. Ich kann ihm alles erzählen und er hört mir zu. Ich hege jedoch Ungewissheit darüber, ob er alles, was ich ihm erzähle auch versteht. Was er aber tut ist Zuhören. Das Verstehen ist keine Bedingung dafür. Ich nehme ihm nicht übel, dass er nicht alles versteht, sondern bin ihm dankbar, dass er zuhört. Er ist sehr geduldig und hat große Ohren, ich habe viel zu erzählen, aber kleine Ohren. Es passt einfach gut zusammen.

Nicht immer kommt er, wenn ich ihn erwarte. Aber auch das ist absolut kein Problem für mich. Denn genauso zufällig, wie unser erstes Aufeinandertreffen verlaufen ist, genauso soll unsere Freundschaft in Zufälligkeit weiterbestehen, darüber sind wir uns einig. Oftmals kommt er zu spät. Manchmal wiederum lasse ich auf mich warten. Sein Weltbild hingegen bewegt sich in anderen Sphären. Zu spät, zu früh, das sind keine Begriffe für ihn. Man geht halt irgendwo hin und ist da und wenn ein anderer, den man zufälligerweise vielleicht sogar schätzt, ebenfalls irgendwann da ist, wo man selbst gerade ist, umso besser. Ohnehin sind ganz exakte Angaben schwierig zu treffen, wenn der Andere sich der Sprache verweigert.

Er gibt mir die Möglichkeit den Ärger des Alltags loszuwerden. Und er ermöglicht es mir gleichzeitig über das Warum nachzudenken. Warum ist es notwendig den Ärger entweichen lassen? Als sei ich eine Kuh, die mit zu vollem Euter grummelig und unzufrieden wird. Aber es funktioniert. Nachdem ich meinem Ärger Luft gelassen habe, geht es mir stets besser. Komischerweise jedoch brauche ich dazu meinen Freund. Sogar trotz der Tatsache, dass alles stets unkommentiert bleibt und, so vermute ich, werteneutral verarbeitet wird.

Niemals höre ich ihn jammern. Besonders wehleidig ist er auch nicht. Er führt ein einfaches und hartes Leben. Aber damit ist er ganz zufrieden. Zumindest vermittelt er unweigerlich diesen Eindruck. Er tut unglaublich viel und ist sehr aktiv. Trotzdessen findet er häufige und lange Momente der Ruhe. Ich mache und schaffe sehr viel weniger, aber dennoch bin ich derjenige, der die Ruhe von ihm zu lernen versucht. Wahrscheinlich kann er aber auch nur ein solches Pensum bewältigen, weil in ihm eine überwältigende Ruhe innewohnt.

Was er genau für einen Nutzen bezieht in unserer Freundschaft, das kann ich nicht mit Genauigkeit sagen. Ich denke, dass ich etwas neues für ihn bin. Er erfährt von mir eine Zuwendung, die ihm bislang mit großer Sicherheit fremd war. Wohl bin ich der erste, der ihn einen Freund nennt. Außerdem kann, wie gesagt, nicht nur Reden eine Genugtuung sein, sondern auch Zuhören.

Womöglich sind es nicht meine Worte, denn mich plagen nach wie vor ernsthafte Zweifel daran, ob diese zu ihm durchdringen. Sondern allein die Tatsache, dass ein Mensch regelmäßig mit einem Eichhörnchen plaudert, wird in ihm zumindest eine aufregend neuartige Verdutzung hervorrufen.

Der Stein

Ich wohne am Meer. An einem bestimmten Platz, 20 Minuten entfernt von meinem Haus, liegt ein Stein. Er liegt direkt am Ufer. Und dieser Stein ist ein Wunder. Denn niemand außer mir vermag ihn zu sehen. Ich sitze oft stundenlang an der Küste und beobachte ihn. Ich kann nicht genau sagen wieso und warum, aber er fasziniert mich. Manchmal, wenn der Wind die Wellen größer werden lässt, dann bewegt sich der Stein. Nach vorne und nach hinten, bis die Wellen wieder kleiner werden. Ich liebe diese stürmischen Tage, wenn der Stein stoisch seinen Tanz tanzt. Sein Tanz ist allerdings weniger stoisch und beständig, als voller Lebensfreude und extatischer Ausbrüche einer ansonst starren Existenz. Unbeachtet und unbeobachtet bewegt er sich, doch der Enthusiasmus seines Tanzes wird dadurch nicht gemindert.

In diesen Momenten bin ich glücklich. Glücklich darüber, dass zumindest ich dieses Naturwunder zu sehen vermag. Ich habe schon oft versucht andere Menschen an meinem Glück teilhaben zu lassen. Aber niemand hat bisher gesehen, was ich sehe. Es ist beinahe so, als ob der Stein nur in meiner Phantasie existieren würde. Aber jedes Mal, wenn ich an diesen bestimmten Ort zurückkehre, ist alles unverändert. Ich setze mich und warte darauf, dass ich wieder Zeuge seines Tanzes werden darf. Ich bin wohl einfach gesegnet ihn zu sehen. Und die anderen sind blind. Ich zeige auf Ihn und sie fragen mich, welchen der vielen Steine ich meinen würde. Verdutzt, fragend und ein wenig belustigt sehen sie mich an. Ich sage, sie sollen auf den Lebenden sehen. Spätestens dann werde ich für verrückt erklärt. Ich frage, wie kann etwas das tanzt, nicht leben? Es existiert, es tanzt, es lebt.

Vielleicht halten sich die Menschen an seiner Größe auf. Ich sagte, er sei groß. Und das ist er auch, aber nur, wenn man ihn mit kleineren Steinen vergleicht. Wenn man ihn mit größeren Steinen vergleicht, so ist er klein. So ist es nun einmal. Nichts ist groß und nichts ist klein. Alles steht lediglich in Relationen zueinander. Er ist zwar nicht groß genug, um nicht mehr von den Wellen bewegt zu werden, aber gerade groß genug, dass das Meer Ihn nicht endgültig abtragen kann.

So, wie er seine Existenz fristet, ist der Stein etwas ganz besonderes. Niemand, wahrscheinlich nicht mal er selbst weiß, wie lange er schon existiert. Gewiss ist er älter, als ich es mir in meinen kühnsten Vorstellungen nicht denken kann. Und dennoch fristet er sein Dasein würdevoll. Nicht den kleinsten Anschein von Selbstmitleid. Dabei wäre Selbstmitleid nachvollziehbar, immerhin wird er bis ins Unendliche, wenn auch nicht immer in der gleichen Form, irgendwo verbleiben müssen. Und auf unbestimmte Zeit ist er dazu gezwungen, dauerhaft auf der gleichen Stelle zu verharren, immer in der Hoffnung bald wieder tanzen zu dürfen.

Doch derlei Gedanken drängen sich nur mir auf, sie interessieren den Stein nicht. Denn es sind allzu menschliche Gedanken und als solche haben sie nichts mit dem Leben zu tun. Der Stein denkt nicht an ein Ende und ebenfalls nicht an einen Anfang. Er lebt ganz einfach und zuweilen tanzt er um dem Ausdruck zu verleihen. Vielleicht ist es das, was mich so tief berührt während ich den Stein beobachte. Dennoch, diesen Gedanken zu fassen ist schwierig, unheimlich schwierig, ist man als Mensch doch an menschliche Gedanken gebunden.

Der Baum

Gestatten: Ich heiße Peter und bin ein Baum. Ich rede eigentlich nicht. Aber ich dachte, es sei an der Zeit damit anzufangen. Denn nach meinen äußerst schweigsamen ersten 365 Jahren habe ich nun einige Schlüsse gezogen, deren Mitteilung ich den Bruch meiner Schweigsamkeit für Wert erachte. Zunächst möchte ich die dringlichste Frage beantworten. Wieso heiße ich Peter? Nun, den Namen habe ich mir selbst gegeben. Die meisten anderen Bäume haben keine Namen. Aber ich wollte einen. Die Wahl fiel auf Peter, weil ich sonst keine anderen Namen kenne. Denn wie es das Schicksal wollte, stehe ich an einem versteckt gelegenen Ort. Es scheint derart abgelegen zu sein, dass nur bislang zwei Menschen den Weg zu mir gefunden haben. Zumindest zwei, deren Name ich vernehmen konnte. Es war ein laut und in Uneinigkeit redendes Paar, die wohl zur Gewohnheit häufig den Vornamen des jeweils anderen aussprachen, sehr zu meinem Glück natürlich. Sie hieß Julia und er hörte auf den Namen Peter. Da ich mich als ein männliches Wesen definiere, fiel die Auswahl denkbar leicht. Es gab eine Zeit, da wusste ich nicht, dass man sich Namen geben kann. Jedoch findet in der Natur, entgegen anders lautender Vermutungen, stets ein reger Austausch statt. So kam es, dass ich der Existenz von Namen kundig wurde. Jedoch wird nicht über verschiedene Namen beraten, weswegen ich leidlicher Weise auf eine Gelegenheit zur Namensfindung nur warten konnte. Menschen sind die einzigen Kreaturen, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben den Namen als Mittel zu Identifikation nutzbar zu machen. Ich möchte dabei festgehalten wissen, dass die Bäume unter uns, die sich ebenfalls Namen geben, in keinster Weise dem Menschen nacheifern. Es wäre nicht weise dem unweisesten Geschöpf dieser Erde nacheifern zu wollen. Für uns ist es nicht mehr als eine kleine Freude, aber ganz und gar nicht Identifikations-schaffend. Bäume können durchaus humorvolle Wesen sein. Natürlich gilt das nicht für alle. So manch einer meiner Art bezieht seine Komik eher aus gelebter Humorlosigkeit.
Aber ich werde jetzt versuchen nicht noch weiter gedanklich abzuschweifen, denn ich habe, wie ich bereits äußerte, eine Botschaft, die mich dazu bewogen hat, mit dem Sprechen anzufangen. Und Sprechen ist ein beschwerliches Unterfangen. Aus diesem Grund werden auch meine Wörter von begrenzter Anzahl sein.

Wenn man einen Menschen oder einen anderen Nicht-Baum über die Fähigkeiten eines Baumes befragen würde, wären die Antworten wohl kaum ausufernde Lobpreisungen unserer mannigfaltigen Talente. Und mir liegt es fern, dem nicht zuzustimmen, so fehlt uns die Fähigkeit zu fliegen, zu rennen und uns durch die Erde zu wühlen, sofern man von unseren in die Erde verschlungenen Wurzeln absieht. Jedoch: Es ist niemals unser Bestreben gewesen. Wir akzeptieren uns in unserer Existenz und können damit leben nicht fliegen zu können. Darum sind wir in dem, was wir können, besonders sorgsam.
Wir denken nach. Der eine mehr, der andere weniger. Ein mancher macht sich, wenn er denn dazu befähigt ist, einen Spaß daraus Eicheln, Kastanien und desweiteren auf verdutzte Tiere fallen zu lassen. Im Grunde aber ist es das Denken, was uns alle verbindet. Und wie es nun unser Selbstverständnis ist, halten wir uns nicht an jenem auf, was nicht unserer Natur entspricht. Vielmehr streben Bäume Perfektion an.
Da wir uns des Denkens rühmen obliegt es uns in Gänze darüber klar zu werden, was es denn überhaupt heißt zu denken. Was zur Folge hatte, dass ich viel über den Gedanken an sich und seine Entstehung nachgedacht habe. Wer viel denkt, der denkt viel über das Denken nach. Dabei bin ich auf eine Erkenntnis gestoßen, die, so eigennützig sie ob unserer Tendenz zur Wortlosigkeit sie auch klingen mag, von mir doch als gut durchdacht angesehen wird.
Wer viel redet sagt wenig. Wichtig beim denken ist ausschließlich der Gedanke. Ob er jemals ausgesprochen wird, ist nicht von Belang. Oftmals sind Worte der größten Poeten lediglich verkrüppelte Verwandte eines einstmal reinen und strahlenden Gedankens.
Natürlich können auch Worte Vermittler sein. Doch um ein großes Wort zu sprechen, muss der Gedanke umso größer sein. Das nur vorweg.
Ich will nicht über das Verhältnis von Wort und Gedanke reden. Vielmehr möchte ich den Gedanken in seiner Grundstruktur beschreiben. Und eben nur diesen. Nichts anderes spielt eine Rolle, kein Wort, kein Satz, kein Gedicht.
Ich widme mich nur des reinen Aktes zur Fassung und Entwicklung eines Gedankens. Um dies zu tun werde ich mich zunächst eines Beispiels aus der Welt des Menschen bedienen. Diesen werde ich mit einem Gleichnis verbinden, wie es näher liegender kaum sein könnte. Ich beschreibe den Gedanken als Baum.

Mit den Gedanken verhält sich wie mit dem Besitz. Nur wer des Sparens fähig ist, der kann große Mengen anhäufen. Wer jeden Gedanken direkt festhält oder ihm sonst irgendwie zur Freiheit verhilft und sich somit langfristig von ihm entledigt, verwährt ihm die Möglichkeit zu wachsen. Ein Gedanke, der zurückgehalten wird, hinterfragt sich zwangsläufig und hat damit die Gelegenheit sich zu verbessern. Dies kann ein nahezu ewiger Zyklus sein. Ein Zyklus aus Zweifel und Bestätigung, der niemals enden kann und soll. Denn nur durch diesen Prozess des Wachstums kann aus einem zarten Keimling ein mächtiger Baum mit unendlichen vielen Verflechtungen erwachsen.

Groß gewachsene Bäume haben viele Zweige. Und jeder einzelne dieser Zweige zeigt in eine andere Richtung, scheinbar widersprüchlich. Es scheint als streckte der Baum sich verzweifelt in alle Richtungen, als müsse er bald zerrissen sein. In Wahrheit aber trägt jeder dieser Zweige zum Gleichgewicht des Baumes bei. Jeder seiner Triebe hindert den Baum daran zu einseitig zu wachsen. Bezogen auf den Gedanken wäre jeder kleine Ast ein weiterer Aspekt einer Meinung. Gleichgewicht, Vielfalt und Widerspruch, diese scheinbare innere Zerrissenheit, sie bedeutet Wahrhaftigkeit, sie bedeutet Wahrheit. Je mehr Äste ein Baum beherbergt, je vielfältiger und größer er ist, je mehr Aspekte der Gedanke schließlich vereint, desto näher kommt er der Wahrhaftigkeit. Wer Wahrheit sprechen will, der muss sich stetig bezweifeln und selbst widersprechen.Wenn man in der Lage ist solcherlei große Bäume wachsen zu lassen, dann bemerkt man, dass Widersprüche ihrer Bedeutung nicht gerecht werden. Es gibt nun denn viele Facetten, Teile einer großen Einheit, die sich zwar widersprechen doch gerade dadurch zum Gleichgewicht der Gesamtheit beitragen. In Wirklichkeit sind Selbstzweifel ein Zeichen von der Suche nach Ausgewogenheit und Gleichgewicht.

Die Wahrheit widerspricht sich, denn sonst könnte sie nicht wahr sein.

Zweifel sind demnach unerlässlich. Jeder Zweifel ist ein weiterer Ast an einem immer weiter wachsenden Baum. Mit jedem Zweifel, mit jedem neuen Ast wird der Gedanke komplexer, vielfältiger und wahrhaftiger. Aus diesem Grund sind gerade die Wesen, die oft und viel zweifeln, diejenigen, die große Bäume wachsen lassen können. Im Gegenzug kann man bei einem allzu lauten und selbstbewussten Wesen hingegen davon ausgehen, dass, welchen Gedanken er auch immer vertritt, die Pflanze seinem Nährboden entrissen wurde, noch bevor sich besonders viele Verzweigungen entwickeln konnten. Sonst wäre das Gesprochene leiser.
Jene, die zweifeln, sprechen nicht laut, überdreht und überzeugt, sondern leise und demütig. Denn sie wissen eine Sache: Jeder kleine Ast braucht ein Gegengewicht, in eine andere Richtung geneigt. Jeder Aspekt muss einem anderen entgegengesetzt sein, um in echter Bedeutung bestehen zu können. Der Demütige sieht den Baum als Ganzes. Der, mit der lautstarken Meinung kennt bloß einen Trieb.

Doch es liegt in der Natur der Sache, dass ich auch jetzt, wo ich endlich den Mut gefasst habe diese, meine Idee zu verbalisieren, ernsthafte Zweifel daran hege, ob sie auch wirklich derart wahrhaftig ist, wie ich es mir in so manch stolzem Moment überlegt hatte. Wie ich bereits sagte, es ist ein ewiger Zyklus.

Zum Schluss möchte ich die Frage auf das Warum meiner Erzählungen beantworten. Nach allem, was mir zugetragen wurde, bin ich tief besorgt um das Wohl aller Bäume und aller Nicht-Bäume. Der Mensch ist eine große Bedrohung für jede Existenz und jedes Wesen auf dieser Erde. Seine Fähigkeit Dinge zu bauen ist ebenso ausgeprägt, wie seine Unfähigkeit in konsequenter Art zu denken und zu ergründen. Und wie es mir vermittelt wurde, sind es meist die Lautstarken unter ihnen, die die Hauptrollen auf der Bühne der Verdammten spielen. Also versuche ich meine gewonnen Erkenntnisse zu teilen.
Meine Hoffnung ist, dass der Mensch wieder anfängt sich das zu erarbeiten, was er einst willentlich verloren gab. Auf das er seine Rolle erneut zu erkennen beginnt. Auf das er wieder anfängt große Bäume wachsen zu lassen und sich in Demut übt, wie er es lange vor meiner Entstehung schon tat. All das heißt natürlich nicht, dass der Mensch sich gedankenversunken in Stillstand üben soll. Schon kleine Schritte in Richtung Ausgewogenheit sind dieser Tage ein großer Gewinn. Man kann nicht verlangen, dass gleich die größten Bäume die Grundlage des Handelns bilden. Allein einmal in alle Richtungen gedacht zu haben würde den Menschen auf einen Weg der Rechtschaffenheit zurückführen.

Ein letztes noch. Ich rede nicht auf eine Weise, wie sich ein Mensch das wohl vorstellen würde. Ich habe weder Zunge, Lippen noch Stimmbänder. Ich rede mit allen Sinnen. Meine Sprache ist das Rauschen des Windes, der Geruch nach Frühling, Sommer und Herbst und der ständige Wandel meiner Farben. Meine Worte werden sich verbinden mit anderen Worten von anderen Bäumen und auch noch lange nach dem Ende meiner Aussprache fortbestehen.
Wer sich eines ruhigen Momentes besinnt, sich ins Gras setzt, sieht, riecht, spürt und hört, der wird mich sprechen hören. Oder um es anders zu sagen: Wer fühlt, der wird denken.

Ich möchte mich bedanken für jeden Moment der Aufmerksamkeit, sie ehrt mich sehr.
Ich bitte um Verständnis, dass ich nun mit dem Sprechen aufhören werde. Denn es müht mich und dieser Mühen bin ich überdrüssig. Ich freue mich jetzt wieder zu tun, was schon immer meine Natur war. Ich werde über das nachdenken, was ich gerade gesagt habe, ich werde es weiter überdenken.
Ich werde mich allem zuwenden, was mir in den Sinn kommt. So wie ich ein Leben lang wachse, erhoffe ich mir, dass mein innerer Baum kontinuierlich mitwächst. Und irgendwann werde ich vielleicht noch einmal anfangen zu sprechen.