Die Geisterkanzlerin

Deutschland, Ende 2019. Ein von Unsicherheiten geprägtes Land. Die politischen Lager links und rechts werden immer größer und unerbittlicher. Während die Mitte aufgerieben wird von den stärker werdenden Extremen. Es entsteht ein Gefühl, dass die Meinungen in ihrer Vielfältigkeit eingeschränkt werden. Gleichzeitig zeigt der Fall des Miri-Chefs auf, dass auch innenpolitisch noch lange nicht alles geklärt ist. Die AfD will einfach nicht an Stärke verlieren, der sogenannte Flügel, der rechtsextrem ist und vermutlich bald vom Verfassungschutz beobachtet wird, gewinnt immer weiter an Stärke.

Dazu drängen die Frage nach der Zukunft der Erde. Wie soll unser Land nachhaltiger werden? Wie kann man international ein Vorbild sein ohne an wirtschaftlicher Stärke einzubüßen? Wie kann man sich überhaupt durchsetzen gegen eine immer aggressiver auftretende Macht wie China, das das Vakuum, verursacht durch einen verantwortunglosen US Präsidenten, auszunutzen weiß. Wo bleibt die Innovationskraft der Deutschen? Wie soll man in die Zukunft gehen? Viele gibt es, die sich nach Orientierung sehnen. Die wissen wollen, wie Deutschland und Europa die Zukunft gestalten können und was mit der überhaupt GroKo passiert.

Fast das gesamte Land ist mit diesen Ungewissheiten beschäftigt. Nur augenscheinlich eine Person nicht: Die Bundeskanzlerin Merkel. Sie ist kaum noch wahrzunehmen und fehlt als Leitperson, die die Richtung vorgibt. In einer der wohl unsichersten Phasen ihrer Kanzlerschaft kommt Frau Merkel ihrer Verantwortung so wenig nach wie nie zuvor. Ihre Art des Regierens war schon immer geprägt vom langwierigen Ausharren, von Geduld und von Kompromissen. Doch, so scheint es mir, hat sich diese Art zu Regieren mehr denn je verändert und sich dahin entwickelt, dass sie mittlerweile versucht über den Dingen zu stehen. Von nichts mehr persönlich involviert werden, irgendwie da sein aber nur noch ganz selten in Erscheinung treten. Als sei sie nicht mehr verantwortlich, als würde sie über allen Ereignissen stehen.

Ich kann verstehen, dass sie AKK die Chance geben will sich zu profilieren und vermehrt die Richtung vorzugeben. Ist sie doch die von Frau Merkel auserwählte Nachfolgerin. Doch dieses Ausmaß des Zurückziehens übersteigt mein Verständnis. Stand jetzt ist sie Kanzlerin und hat damit zumindest noch zwei Jahre eine Position inne, die in Deutschland einmalig ist. Sie soll der Leuchturm sein, der den Weg vorgeben kann und für Stabilität sorgen. Darin versagt sie momentan vollends. Zwei weitere Jahre dieser Art von Führung will man sich eigentlich kaum vorstellen.

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